Steinbruch Imberg – Aktionsfläche für Teenies und Jugendliche

Kollage Imberg

Eine Initiative des Kinder- und Jugendparlamentes

Bei einer Umfrage des Kinder- und Jugendparlamentes an den Grundschulen im Jahre 2000 stellt sich heraus, dass eines der größten Probleme für Kinder die Zerstörung von Spielplätzen durch Jugendliche ist. Vor allem im Stadtteil Annen werden viele Beispiele konkret benannt.

Der Arbeitskreis Annen des KiJuPa hat zur Lösung des Problems eine kreative Idee – ein "Spielplatz für Jugendliche" und beschließt am 3.11.2000 einen Antrag an den JHA, eine zentrale Aktionsfläche für Jugendliche im Stadtteil Annen zu schaffen. Der JHA unterstützt den Antrag des KiJuPa und beauftragt die Verwaltung, die Möglichkeiten einer Realisierung zu prüfen.

Mit dem ehemaligen Steinbruch Imberg wird ein geeigneter Standort gefunden. In einer groß angelegten Kinder- und Jugendbeteiligung und auch unter Einbeziehung Erwachsener im Stadtteil erstellt das Planungsbüro "Stadt-Kinder" aus Dortmund ein Konzept zur Gestaltung des ehemaligen Steinbruchs. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 480.000 €. Bei einer Förderung durch das Land verbleibt ein städtischer Eigenanteil in Höhe von ca. 96.000 €. Im Haushalt der Stadt fehlen ca. 56.000 € an Eigenmitteln für das Projekt.

Auf Grund der finanziellen Situation beschließt der Arbeitskreis Annen des KiJuPa im Februar 2002 die Initiierung einer Spendenaktion für den Imberg.

Bei der Vorstellung der Planung bei den beteiligten Organisationen bildet sich ein Initiativkreis Imberg, der das Projekt weiter betreiben möchte. Zu diesem Kreis gehören Annener Organisationen aus allen Bereichen und Annener Geschäftsleute. Vertreter des KiJuPa’s bringen ihre Spendenaktionsidee hier ein. Als erster Versuch wird im Juni 2002 im Steinbruch ein Imbergfest veranstaltet, dessen Erlös die Basis der Spendenaktion bildet. Anschließend werden viele Spendenaktionen von Annener Organisationen, Geschäftsleuten und dem KiJuPa initiiert, die bis jetzt ca. 25.000 € eingebracht haben.

In einem zweiten Schritt gelingt es dem Bürgermeister, vier Großsponsoren für das Projekt des KiJuPa zu gewinnen, die sich mit insgesamt 30.000 € einbringen. Die stellvertretende Bürgermeisterin spendet ihre zusätzliche Aufwandsentschädigung monatlich ebenfalls für das Projekt.

Dem Kinder- und Jugendparlament ist es gelungen, eine Idee anzustoßen, hinter die sich viele Annener Bürger und Organisationen gestellt haben. Auch von der finanziell ziemlich aussichtslosen Situation hat sich das KiJuPa nicht entmutigen lassen und gemeinsam mit dem Initiativkreis Imberg zu einer Spendenaktion aufgerufen, die erst aussichtslos erschien, nun aber ihr Ziel erreicht hat.

Durch den Initiativkreis Imberg ist ein Netzwerk für Jugendbelange im Stadtteil entstanden. Da in diesem Kreis viele potenzielle Nutzer der Anlage wie Schulen, Kindergärten, Kindertreffs, Jugendamt und Sportvereine mitarbeiten, ist die Voraussetzung gegeben, auch die soziale Kontrolle des Treffpunktes über dieses Netzwerk zu sichern.

Am 23.1.2004 präsentierten Lena-Mareike Pfalz und Adrian Schulte-Steinberg das Imberg - Projekt auf dem Kongress Stadt – (T)räume des Ministeriums für Städtebau, Wohnen, Kultur und Sport in Gelsenkirchen.