Spielplatz am Hammerteich wieder in Betrieb

aus WAZ 01.12.2014 von Annette Kreikenbohm

Obwohl der Spielplatz am Hammerteich auf der Prioritätenliste der Stadt nicht weit vorne rangiert, konnte er renoviert und am Montag (1. Dezember) eröffnet werden – dank großzügiger Spenden.
Sie legen letzte Hand an: Andreas Kauert (46) und Jürgen Schmidt (51) vom Betriebsamt befestigen die Sitze an der Schaukel und ziehen am Oberbalken noch ein paar Schrauben fest. Dann entfernen sie den Bauzaun – und damit ist der Spielplatz am Hammerteich quasi eröffnet. Natürlich toben an diesem Montagmittag bei eisiger Kälte keine Kinder übers Gelände. Nur Kinder- und Jugendbeauftragter Gerd Kinski (63) ist gekommen, um diesen besonderen Moment mitzuerleben.

Denn eigentlich hätte alles noch viel länger gedauert, wenn die Rotarier nicht einen Riesen-Batzen gespendet hätten. Zu den 15 000 städtischen Euro stellten sie 13 000 Euro für ein Klettergerüst zur Verfügung, brachten außerdem im Sommer selbst den Rindenmulch auf dem Boden darunter auf. Weitere 2000 Euro spendete eine Frau, die nicht genannt werden möchte. „Das ist ein schönes Beispiel dafür, dass die Spendenkampagne  ,Schöner spielen’ des Kinder- und Jugendparlaments ‘ne Menge bringt“, lobt Kinski.

Denn der rund 200 m² große Platz am Hammerteich habe auf der Prioritätenliste der städtischen Spielplatzoffensive längst nicht ganz oben gestanden. Schließlich handele es sich nicht um eine der vorrangigen Mittelpunktsflächen, sondern nur um eine „ergänzende Funktionsfläche, die im schlimmsten Fall erst 2017/18 fertig gewesen wäre. Bis dahin hätten Kinder hier nur einen Sandspielbereich mit Matschzone und Wippe, umrandet von morschen Holzpalisaden, vorgefunden. Zu den neuen stabilen „unkaputtbaren“ Metallgeräten wollen die beiden alten Tischtennisplatten noch nicht so recht passen. Doch die sollen zum Frühjahr, wenn auch die neue Wasseranlage in Betrieb geht, ein wenig aufgehübscht werden.
„Ich habe Kontakt zu benachbarten Anwohnern. Die freuen sich schon alle drauf“, erzählt Gerd Kinski. Überhaupt sei damit der Bereich um Hammerteich und Hohenstein wieder einen Tagesausflug wert. Familien könnten hier unten parken, auf den Spielplatz gehen, hoch zum Hohenstein laufen und dort den Streichelzoo besuchen oder das Wildgehege. Oder einfach spielen und grillen.
Acht von 16 Mittelpunktsflächen sind in den vergangenen beiden Jahren verwirklicht worden, die letzte entstand im Juni an der Meesmannstraße in Herbede. Im nächsten Jahr geht es im Lutherpark weiter. „Da wollen wir erstmals den inklusiven Gedanken einbeziehen“, sagt Gerd Kinski. So sollen etwa Rampen für Rollstuhlfahrer installiert werden, über die sie Rutsche und Seilbahn erreichen können.

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